Sonderburg - Rom Direktflug

Etwas Neues zu beginnen bedeutet Aufregung, umsichtiges Handeln, einfach zahlreichen  Unwägbarkeiten begegnen. Genau diese positive erwartungsvolle Stimmung hatte ihren Höhepunkt am 19. November 2015. Es war eine Flugreise nach Rom ausgeschrieben. Das Besondere: Es war ein komplettes Flugzeug gechartert worden, es sollte direkt vom Flugplatz in Sonderburg losgehen. 

Die Ausschreibung wurde sehr positiv angenommen. 155 Gäste hatten gebucht, 10 Mitarbeiter kamen zusätzlich als Organisatoren, Begleiter, Helfer, kurzum als „gute Geister“ hinzu. Um neun Uhr waren alle Gäste pünktlich am neuen Reisezentrum im Peelwatt in die vier Busse eingestiegen. Es waren Neugäste aber auch zahlreiche Stammgäste dabei. Die Stimmung war von Anfang an gut. Aber: Es gab Sturm mit Böen aus westlicher Richtung um 65 km/h. Die besorgte Frage war, ob die aus Hannover kommende Boeing 732 in Sonderburg überhaupt landen konnte. Die Landebahn in Sonderburg liegt unmittelbar am Wasser und hat die Start- und Landerichtung 32/14, was also 320 Grad bedeutete und damit äußerst ungünstigen Querwind brachte. 

Am Regionalflughafen Sonderburg warteten währenddessen zahlreiche Presse- und Amtsvertreter. Eine Blaskapelle von Danfoss zog mehrfach vom Freigelände in die extra aufgebauten Zelte um, die Noten flogen davon. Dann fuhren die vier Neubauer Busse langsam und als Konvoi um die Ecke, die Blaskapelle blies kräftig in die Mundstücke. Die Gäste des ersten Busse durften aussteigen, ihr Gepäck nehmen und einchecken. Im Vorzelt gab es Kaffee, Gebäck, Obst – es war ein Empfang, der die Stimmung weiter steigen ließ. Oliver Gröpper sprach Interviews in Notizblöcke und Fernsehkameras. In angemessener Zeit hatten alle Gäste eingecheckt, hatten ihre Sitzplatzkarte. 

Aber es folgte die Frage: „Kann unsere TUI-Maschine überhaupt landen?“ Alternativen wurden diskutiert in der Hoffnung, dass man diese nicht brauche. Erste Entwarnung kam 11.45 Uhr, der Flieger sei gestartet, der Pilot „sehr erfahren“. Gespanntes Warten dann um 12.45 Uhr, ob der Pilot die Landung wagen würde. Alle Mitflieger standen gespannt im Warteraum und schauten. Dann die Erlösung. In vorbildlicher Haltung landete der 190-Platz-Flieger. Schnell wurde neu getankt, der Einstieg begann. Im Flieger dann eine Überraschung. Auf jedem Sitz lag eine kleine Aufmerksamkeit.  Der Geschäftsführer von Neubauer Touristik Oliver Gröpper begrüßte seine Gäste. Flugkapitän … und die Besatzung hießen die Reisenden in der Maschine willkommen. Das Abenteuer Rom-Reise mit eigenem Flugzeug startend aus Sonderburg hatte begonnen. 

Für den Flugplatz Sonderburg war es der Aufbruch in ein neues Zeitalter. Dieser Regionalflugplatz hat sich in den letzten Jahren ordentlich herausgeputzt, ist modern, übersichtlich, für die Schleswig-Holsteiner sehr gut erreichbar. Die Verantwortlichen wollen in Zukunft weiter wachsen, was auch durch zahlreiche Fernseh- und Presseberichte dokumentiert wurde. Neubauer Touristik will gerne dabei helfen.
(Peter Mai - Tarp)